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Ablauf · 7 Min Lesezeit · Aktualisiert 7.8.2026

Checkliste: Was Sie vor der Entrümpelung selbst erledigen sollten

Eine Entrümpelung selbst ist schnell erledigt — die Vorbereitung entscheidet, ob der Tag glattläuft oder teurer wird als gedacht. Denn ein Räumteam kann tragen, sortieren und entsorgen, aber es kann nicht wissen, welche Kiste Ihre Steuerunterlagen enthält, wo der Stromzähler sitzt oder dass der Nachbar seinen Stellplatz braucht. Diese Checkliste sammelt genau die Punkte, die bei Ihnen liegen bleiben — geordnet nach dem Zeitpunkt, an dem sie dran sind. Arbeiten Sie sie von oben nach unten ab, dann fehlt am Räumtag nichts.

Checkliste mit Vorbereitungsschritten vor einer Entrümpelung

Wofür diese Liste gut ist

Es geht hier nicht um den Ablauf der Räumung selbst — der liegt beim Betrieb. Es geht um die Punkte, die nur Sie erledigen können, weil nur Sie die Wohnung, die Verträge und die Geschichte dahinter kennen. Erfahrungsgemäß sind es diese Kleinigkeiten, die am Räumtag Zeit kosten: ein fehlender Schlüssel, ein nicht angemeldeter Halteverbotsbereich, eine Kiste, die doch noch durchgesehen werden muss.

Etwa 4 Wochen vorher: Papierkram und Verträge

  • •Kündigungsfristen prüfen: Strom, Gas, Wasser, Internet, Telefon, Rundfunkbeitrag, Zeitungsabos, Versicherungen. Vieles läuft weiter, bis jemand aktiv kündigt.
  • •Nachsendeauftrag bei der Post einrichten — er braucht Vorlauf und verhindert, dass wichtige Briefe an eine leere Adresse gehen.
  • •Bei einer Mietwohnung: Übergabetermin mit dem Vermieter schriftlich festhalten, damit Räumung und Übergabe nicht kollidieren.
  • •Angebot einholen und Festpreis schriftlich bestätigen lassen — mit dem Hinweis, was im Preis enthalten ist und was nicht.
  • •Klären, wer am Räumtag vor Ort ist. Es muss jemand da sein, der Entscheidungen treffen darf.
  • •Falls Kosten übernommen werden sollen (Jobcenter, Sozialamt): Antrag jetzt stellen, nicht später — die Bewilligung muss vor dem Auftrag da sein.

Etwa 2 Wochen vorher: Zugang, Parken, Technik

  • •Halteverbotszone beantragen, wenn vor dem Haus kein Platz für ein Fahrzeug ist. In Bonn läuft das über die Stadt, im Rhein-Sieg-Kreis über die jeweilige Gemeinde — beide brauchen Vorlaufzeit.
  • •Aufzug prüfen: Gibt es einen, ist er groß genug, muss er reserviert werden? In vielen Bonner Altbauten gibt es keinen — das gehört ins Angebot, sonst stimmt der Preis nicht.
  • •Schlüssel zusammensuchen und zählen: Haustür, Wohnung, Keller, Dachboden, Briefkasten, Garage, Gartentor. Fehlende Schlüssel sind bei der Übergabe ein teures Thema.
  • •Strom und Licht: In leergeräumten Kellern und Dachböden ist es dunkel. Prüfen Sie, ob Licht und Steckdosen funktionieren — und melden Sie den Strom nicht zu früh ab.
  • •Wasser: Für Reinigungsarbeiten sollte mindestens ein Anschluss laufen.
  • •Nachbarn kurz informieren, wenn Treppenhaus oder Hof blockiert werden. Das kostet nichts und erspart Diskussionen am Tag selbst.
  • •Bei Eigentumswohnungen: Hausverwaltung fragen, ob es Regeln für Räumtermine gibt (Ruhezeiten, Nutzung des Aufzugs, Schutz im Treppenhaus).

Die Woche davor: sichern, sortieren, dokumentieren

Das ist der wichtigste Block. Was hier nicht rausgeht, ist nach dem Räumtag weg — und zwar endgültig.

  1. 1Alle Räume einmal systematisch durchgehen, auch Schubladen, Nachttische, Kleidertaschen und den Bereich hinter Schränken. In Nachttischen und Manteltaschen taucht bei Räumungen regelmäßig Bargeld auf.
  2. 2Persönliche Unterlagen einsammeln und an einen Ort legen: Ausweise, Urkunden, Verträge, Policen, Bankunterlagen, Rentenbescheide, Steuerunterlagen.
  3. 3Fotos, Briefe und Erinnerungsstücke separat sichern. Diese Dinge lassen sich nicht ersetzen, und im Trubel gehen sie als Erstes verloren.
  4. 4Datenträger einsammeln: Laptops, Handys, Festplatten, USB-Sticks, alte Speicherkarten. Wer sie entsorgen will, sollte sie vorher löschen oder zerstören.
  5. 5Räume fotografieren, bevor geräumt wird — hilfreich bei späteren Rückfragen zur Übergabe und bei Versicherungsfällen.
  6. 6Zu behaltende Möbel und Kisten deutlich markieren. Klebeband und ein Zettel „BLEIBT“ funktioniert besser als jede mündliche Absprache.
  7. 7Am besten einen kompletten Raum als Sperrbereich festlegen und dort alles reinstellen, was bleibt. Dann kann gar nichts verwechselt werden.

Der Klassiker: die eine Kiste im Flur

Wenn Sachen, die bleiben sollen, mitten im Räumgut stehen, geht früher oder später etwas schief — egal wie sorgfältig alle sind. Ein eigener Raum, ein abgeklebter Bereich oder das eigene Auto sind die einzig sicheren Orte. Alles andere ist Glückssache.

Was auf keinen Fall ins Räumgut darf

Manches gehört nicht in die Räumung, weil es woanders hingehört — und manches, weil es gefährlich ist. Beides sollten Sie vorher aussortieren oder wenigstens ankündigen:

  • •Wertsachen: Schmuck, Uhren, Münzen, Sparbücher, Bargeld. Immer selbst mitnehmen.
  • •Waffen und Munition — auch alte Erbstücke. Hier gilt Waffenrecht, die Polizei sagt Ihnen, wie die Abgabe läuft.
  • •Medikamente, besonders verschreibungspflichtige. Die gehören in die Apotheke, nicht in den Container.
  • •Chemikalien, Farben, Lacke, Lösungsmittel, Altöl, Pflanzenschutzmittel und Gasflaschen. Das ist Sondermüll mit eigenen Wegen — sagen Sie vorher Bescheid, wenn so etwas da ist.
  • •Druckbehälter und Feuerlöscher.
  • •Nicht entleerte Öltanks oder Heizöl-Reste.
  • •Alles, was einer anderen Person gehört — geliehene Sachen, Möbel des Vermieters, Einbauten, die laut Mietvertrag bleiben müssen.

Gefahrstoffe gehören ins Angebot

Wenn im Keller zwanzig Farbeimer und ein Kanister Altöl stehen, ist das kein Grund für Panik — aber es muss vorher bekannt sein. Sondermüll wird getrennt erfasst und getrennt abgerechnet. Wer es verschweigt, bekommt am Räumtag eine Nachberechnung; wer es sagt, bekommt einen Preis, der stimmt.

Am Räumtag: die letzten dreißig Minuten

  • •Kurzer gemeinsamer Rundgang mit dem Team, Raum für Raum: Was kommt raus, was bleibt, wo steht der Sondermüll?
  • •Zählerstände ablesen und fotografieren — Strom, Gas, Wasser. Das ist der Punkt, der am häufigsten vergessen wird und am meisten Ärger macht.
  • •Ansprechpartner benennen: eine Person, die erreichbar ist und entscheidet.
  • •Parkfläche freihalten, Treppenhaus frei machen, Türen offen und gesichert.
  • •Haustiere und kleine Kinder aus dem Weg — am besten für den Tag woanders.
  • •Telefon geladen und erreichbar, falls doch eine Rückfrage kommt.

Nach der Räumung: was noch offen ist

  • •Wohnung gemeinsam abnehmen und den Zustand fotografieren, bevor das Team abfährt.
  • •Nachfragen, ob Sondermüll und Elektrogeräte getrennt entsorgt wurden. Sie dürfen einen Nachweis verlangen — bei größeren Mengen ist das sinnvoll.
  • •Rechnung prüfen: Sind Arbeitskosten separat ausgewiesen? Das brauchen Sie, falls Sie die Kosten steuerlich geltend machen wollen.
  • •Nicht bar zahlen, wenn Sie die Kosten absetzen möchten — dafür ist eine Überweisung nötig.
  • •Schlüsselübergabe an den Vermieter mit Protokoll und Datum.
  • •Restliche Verträge kündigen, die an die Adresse gebunden sind.

Die Kurzfassung zum Abhaken

Wenn Sie nur zehn Punkte mitnehmen, dann diese — sie decken die häufigsten Probleme ab:

  1. 1Wertsachen, Dokumente und Datenträger raus — vollständig.
  2. 2Was bleibt, steht in einem eigenen Raum und ist markiert.
  3. 3Sondermüll ist bekannt und separat gestellt.
  4. 4Halteverbot beantragt oder Stellfläche geklärt.
  5. 5Alle Schlüssel beisammen und gezählt.
  6. 6Strom und Licht funktionieren noch.
  7. 7Zählerstände notiert und fotografiert.
  8. 8Eine erreichbare Ansprechperson steht fest.
  9. 9Nachbarn informiert.
  10. 10Festpreis schriftlich, Arbeitskosten separat auf der Rechnung.

Unsicher, was in Ihrem Fall dazugehört?

Schicken Sie uns ein paar Fotos von den Räumen — wir sagen Ihnen vorab, was Sie selbst regeln sollten, was wir übernehmen und wo Sondermüll dabei ist. Der Festpreis kostet Sie nichts, und Sie wissen vorher, woran Sie sind.

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