Ablauf · 7 Min Lesezeit · Aktualisiert 3.8.2026
Checkliste: Was Sie vor der Entrümpelung selbst erledigen sollten
Der Räumtag selbst läuft meist reibungslos, wenn eine Sache vorher stimmt: die Vorbereitung. Wer erst am Morgen der Entrümpelung anfängt, nach Schlüsseln zu suchen oder Erbstücke aus Kartons zu fischen, verliert Zeit — und im schlimmsten Fall geht etwas Wichtiges mit weg, das eigentlich bleiben sollte. Diese Checkliste fasst zusammen, was Sie selbst in den Tagen vor dem Termin erledigen sollten, damit am Räumtag nur noch das passiert, was passieren soll.

Warum sich die Vorbereitung lohnt
Eine Entrümpelungsfirma räumt zügig und gründlich — genau das ist ihr Job. Das bedeutet aber auch: Was am Räumtag noch zwischen dem übrigen Hausrat liegt, wird als Räumgut behandelt. Dokumente, Schmuck oder das Sparbuch der Großmutter gehören nicht in diese Kategorie. Die folgenden Punkte kosten Sie insgesamt vielleicht ein, zwei Stunden verteilt über mehrere Tage — dafür läuft der eigentliche Räumtermin ohne böse Überraschungen.
Eine Woche vorher: Wichtiges beiseiteschaffen
Fangen Sie mit dem an, was sich nicht ersetzen lässt. Am einfachsten ist es, dafür eine einzige Kiste oder einen Ordner zu bestimmen, den Sie am Räumtag selbst im Blick behalten oder direkt mitnehmen:
- •Persönliche Dokumente: Ausweise, Geburts- und Heiratsurkunden, Sparbücher, Verträge, Testament, Kontoauszüge
- •Schmuck, Bargeld und andere kleine Wertsachen
- •Fotos, Fotoalben und Erinnerungsstücke — lassen sich später nicht nachkaufen
- •Schlüssel zu Fahrzeugen, Schließfächern oder anderen Immobilien
- •Medikamente und wichtige medizinische Unterlagen, falls die Wohnung noch bewohnt wird oder war
Eine Kiste für alles Wichtige
Stellen Sie diese Kiste an einen Ort, der klar als „bleibt hier“ erkennbar ist — zum Beispiel ins Auto oder in einen Raum, der nicht geräumt wird. Verteiltes Suchen unter Zeitdruck am Räumtag ist der häufigste Grund, warum am Ende doch etwas Wichtiges fehlt.
Möbel und Gegenstände mit besonderem Wert markieren
Antiquitäten, Kunstgegenstände oder Möbelstücke, bei denen Sie unsicher sind, ob sie noch etwas wert sein könnten, sollten Sie vor dem Räumtag deutlich kennzeichnen — ein Klebezettel reicht. Sagen Sie dem Team außerdem mündlich Bescheid, welche Stücke besonders behandelt oder separat begutachtet werden sollen, statt es erst beim Verladen zu bemerken.
Zugang und Anfahrt klären
Nichts verzögert einen Räumtermin so zuverlässig wie ein zugeparkter Bordstein oder ein Aufzug, der ausgerechnet an diesem Tag gewartet wird. Klären Sie deshalb rechtzeitig:
- •Braucht die Anfahrt eine Halteverbotszone, weil die Straße eng ist oder kein Parkplatz direkt vor der Tür liegt? In der Stadt Bonn stellt das Ordnungsamt mobile Halteverbotsschilder gegen Gebühr aus — mit ein bis zwei Wochen Vorlauf beantragen
- •Aufzug in Mehrfamilienhäusern: Hausverwaltung informieren, falls eine Reservierung oder ein Schlüssel für den Lastenaufzug nötig ist
- •Nachbarn kurz Bescheid geben, wenn mit Lärm oder kurzzeitig blockiertem Treppenhaus zu rechnen ist — das erspart unnötigen Ärger
- •Schlüsselübergabe klären, falls Sie selbst nicht vor Ort sein können: Hausmeister, Nachbar oder direkte Übergabe an das Räumteam
Zählerstände und laufende Verträge
Gerade bei Wohnungsauflösungen nach einem Auszug oder Todesfall wird dieser Punkt gern vergessen — und sorgt später für Streit mit dem Vermieter oder unnötige Rechnungen:
- •Zählerstände für Strom, Gas und Wasser notieren und wenn möglich fotografieren, am besten kurz vor dem Räumtermin
- •Verträge für Strom, Gas, Internet und Telefon fristgerecht kündigen oder ummelden
- •Rundfunkbeitrag beim Beitragsservice abmelden oder auf die neue Adresse ummelden
- •Nachsendeauftrag bei der Post einrichten, damit keine Post an die leere Wohnung geht
Was Sie selbst schon vorab regeln können
Sie müssen nicht selbst räumen, um Kosten zu sparen — aber ein paar kleine Schritte vorab helfen dem Team und manchmal auch dem Preis:
- •Kleinteile wie Bücher, Geschirr oder Deko schon in Kartons sammeln statt lose im Raum zu verteilen
- •Kleidung, die Sie ohnehin spenden möchten, vorab in Säcke packen und beschriften
- •Falls Sie bereits einen eigenen Sperrmüll-Termin über bonnorange oder — im Rhein-Sieg-Kreis — über die RSAG bzw. Ihre Gemeinde haben, dem Räumteam vorher sagen, was darüber bereits abgeholt wird, damit nichts doppelt eingeplant wird
- •Bei mehreren Räumen: kurz festlegen, in welcher Reihenfolge geräumt werden soll, falls einzelne Bereiche noch genutzt werden
Sondermüll und Gefahrstoffe getrennt kennzeichnen
Farbreste, alte Chemikalien, Batterien, Leuchtstoffröhren oder Pflanzenschutzmittel gehören zum Sondermüll und dürfen nicht einfach zwischen dem übrigen Hausrat verschwinden. Stellen Sie solche Gegenstände sichtbar an einer Stelle zusammen und weisen Sie das Team darauf hin — dann wird korrekt getrennt entsorgt, statt dass am Ende jemand ungeprüft im normalen Sperrmüll landet.
Nicht selbst im Hausmüll entsorgen
Elektrogeräte, Batterien und Chemikalien dürfen generell nicht im Hausmüll landen — das gilt unabhängig davon, ob eine Firma räumt oder Sie selbst sortieren. Mehr dazu und wohin genau in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis damit finden Sie im Beitrag zu Elektrogeräten und Sondermüll.
Die Checkliste in Kürze
- 1Dokumente, Wertsachen, Fotos und Schlüssel vorab in einer separaten Kiste sichern
- 2Wertvolle oder unklare Einzelstücke kennzeichnen und dem Team mündlich benennen
- 3Halteverbotszone, Aufzug und Schlüsselübergabe rechtzeitig organisieren
- 4Zählerstände notieren, Verträge kündigen, Nachsendeauftrag stellen
- 5Kleinteile vorsortieren und bereits laufende Sperrmüll-Termine mitteilen
- 6Sondermüll und Gefahrstoffe sichtbar getrennt hinstellen
Wer diese Punkte vor dem Termin abhakt, hat den größten Teil der eigenen Arbeit schon erledigt — den Rest übernimmt am Räumtag das Team.
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